Mindestlohn

Unfaire Bezahlung

Ein fairer Mindestlohn muss sich deutlich vom Existenzminimum abheben. Dies ist momentan nicht der Fall, da sich das Nettoeinkommen eines zum Mindestlohn Beschäftigten bei 40h/Woche kaum merklich von den Sozialleistungen, eines Langzeitarbeitslosen unterscheidet. Dies führt zu vielen Beschäftigungsverhältnissen, die noch durch Sozialhilfe ergänzt werden müssen. Den Antrag hierfür müssen immer noch diese benachteiligten Arbeitskräfte einreichen und sich darum kümmern. Dabei wäre ein anständiger Mindestlohn ein Garant für eine funktionierende Infrastruktur und einen ausreichenden Binnenmarkt. Sollte ein Arbeitgeber den Mindestlohn nicht zahlen können, sollte der "Arbeitgeber" einen Zuschuss beantragen, der den Mindestlohn ermöglicht. Oder aber, als produzierendes Gewerbe, in ärmeren europäischen Ländern produzieren um dort die Infrastruktur zu stärken.

Man sollte sich dabei bewusst machen, dass ausgerechnet in systemrelevanten Arbeitsbereichen oft nur Mindestlohn gezahlt wird.
Dass auch inzwischen viele Akademiker in diesen Bereichen arbeiten müssen/wollen und dass viele Dienstleister sich selbst keinen Dienst leisten können.

selbst in den USA wird ein ausreichender Mindestlohn von 15$ eingeführt.

Ein plausibles Argument gegen einen Mindestlohn >14,50€/h wäre ausschließlich ein bedingungsloses Grundeinkommen in ausreichender Höhe. Auch das Abstandsgebot für Ausgebildete in einem Berufsfeld, das nicht zwingend eine Ausbildung erfordert muss fallen. Oft sind bei diesen Tätigkeiten angelernte Kräfte erheblich produktiver, als Mitarbeiter mit einer Ausbildung die mit den tatsächlichen Anforderungen oft nur entfernt zu tun hat.

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