Geplante Eroberungen
Panama, Gaza, Kanada und Grönland (Dänemark) sind in das Visier des amerikanischen Imperators geraten. Außer den bereits verhängten Strafzöllen müssen diese noch unabhängigen Staaten um genau diese Unabhängigkeit fürchten. Selbst militärische Maßnahmen gegen das NATO-Land Dänemark werden dabei in Erwägung gezogen.
In Gaza versucht Trump Einfluss auf das gesamte Gebiet zu erringen, um dann zu einem Fantasieland auszubauen, wo vermutlich schon jetzt Immobilen an Verwandte und Getreue verteilt sind. Nach der Vertreibung der Bevölkerung wird das wohl zu einer Verfestigung der Region führen, wo die Bewohner dann vermutlich nur noch eingeschränkte Rechte erhalten. Ich halte das für einen Diktatfrieden nach der Vertreibung.
Grönland ist reich an Rohstoffen und allein schon deswegen im Visier.
Kanada soll als 51. Stern auf die amerikanische Flagge, was irgendwie unvorstellbar erscheint …
Panama soll auf den Betrieb des Kanals durch das Land verzichten? Genau solche Verbindungen sollten eigentlich relativ neutrale Staaten kontrollieren, die in keine Handelskriege verwickelt sind. Und selbstverständlich ist die Vermarktung für die Instandhaltung zwingend notwendig und im umschließenden Betreiberland zu belassen. Auch andere Menschen brauchen etwas zum Leben.
Trumps angebliche Erfolge
sind meist sehr ominös und kaum bestätigt. Dass er Erfolge vorweisen sollte, ist unumstritten, aber bisher hat er nur Chaos und Verwirrung geschaffen. Die angeblichen Erfolge scheinen nur in seinem Kopf zu existieren. Keiner seiner „Erfolge“ wurde von der anderen Seite bestätigt. China führte gar an, nicht einmal über Zölle überhaupt gesprochen zu haben. Erfolge wären schon allein deswegen so dringend erforderlich, weil seine großspurigen Sprüche aus dem amerikanischen Präsidenten einen Angeber machen und somit dieses hohe Amt nachhaltig beschädigen.
Das spielt aber wohl keine große Rolle mehr, da dieses Amt, wenn es nach Trump geht, nicht mehr auf Wahlen aufgebaut sein wird. Die schon wenige Tage nach seinem Antritt gemachte Ansage, auch eine 3. Amtsperiode, die „noch“ verfassungsgemäß verboten ist, anzustreben, lässt schlimmes ahnen. Hier steht zu befürchten, dass sich mit den jetzt schon weit gefassten Möglichkeiten des Präsidenten, eine oligarchische Autokratie in Amerika etabliert.
Die größte Gefahr, die von diesem (und anderen) Präsidenten ausgeht, ist der Größenwahn
Ein wenig Größenwahn ist wohl erforderlich, um ein solches Amt zu erlangen. Diesem wunden Punkt aller Demokratien wird in vielen demokratischen Verfassungen durch eine Begrenzung der maximalen Amtszeit Rechnung getragen.



