Vorsicht Zwangs-Digitalisierung

Überwachung und künstliche Intelligenz

Digitalisierung hört sich ja gut an, hat's aber in sich. Die Folgen sind kaum einzuschätzen.

In der Pandemie sehen wir, was in Silicon Valley schon länger bekannt ist, dass ausschließlich digitales lernen Kreativität bekämpft. Sinnvoll eingesetzt könnten diese Techniken viele Verwaltungsaufgaben einsparen.
In der wirtschaftlichen Praxis werden digitale Vorgänge schon zur Einsparung menschlicher Arbeit in der Prozesssteuerung, zur Planung der Prozesse, zur Zeitplanung, zur Überwachung menschlicher Leistung usw. eingesetzt, Menschen wie Maschinen "genutzt".

Generell wird künstliche Intelligenz zur Überwachung eingesetzt. Ein fragwürdiges Sicherheitsbedürfnis sieht in jedem Bürger (außer natürlich einem selbst) einen Betrüger, Räuber, Freigeist oder schlimmeres.

Sollte jeder immer unter Beobachtung stehen um im Zweifel jeden seiner Schritte nachvollziehen zu können?surveillance-147831_1280
ist es wichtig jeden Menschen überall ausfindig machen zu können?
sind Kameras mit Gesichtserkennung flächendeckend nötig?
ist eine Konsum-Erfassung von Jedermann überhaupt gewünscht? (digitale Impfbescheinigung, bargeldlose Bezahlung)
braucht jeder Mensch ein Bewegungsprofil?

Durch die Zusammenführung all dieser Daten kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz, die jede Auffälligkeit sofort registriert. Dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten zur digitalen Auswertung.

Das hört sich doch positiv an, könnte man meinen.

Muss das so sein?quadrocopter

Terrorbekämpfung
Kriminalitätsbekämpfung
Schuldnerverfolgung
Verkehrssicherheit
Risikoberechnung

.. hört sich doch sehr brauchbar an.

Aber

Menschenrechte
Meinungsfreiheit
Bewegungsfreiheit
Entfaltung
Privatsphäre
Demokratie
Menschlichkeit

stehen auf dem Spiel.

Schleichend hat sich in den Industrieländern die Massen-Digitalisierung durch den Gebrauch von Smartphones und Internet schon verbreitet. Allein dadurch ist jeder meistens ortbar. Bezahl-Funktionen bereichern die Information um das Konsumverhalten, das wieder mit ihrem Bewegungsprofil zusammen Rückschlüsse auf ihren gesamten Lebensverlauf zulässt. Dies ist einer der Gründe für die Abschaffung von Bargeld. Jetzt kommt noch die digitale Erfassung durch die digitale Impfbescheinigung dazu, wird sogar die Freizeit überwacht. Arbeitsplätze sind schon zu einem Großteil digital überwacht um Verwaltungskosten einzusparen und die Arbeitsgeschwindigkeit zu kontrollieren. Auf diese Weise leiden schon jetzt viele Menschen an der fortschreitenden Digitalisierung mit stramm optimierten Arbeitsvorgängen, die keine Ausnahmen zulassen. Durch diese Effektivität werden nicht nur die Menschen verbraucht, deren Arbeit überhaupt noch gebraucht wird, auch die Produktqualität leidet unter solchen Bedingungen. Massenproduktion ist per se schon ein Nachhaltigkeitsproblem da, wie der Name schon aussagt, auf Masse produziert wird die dann auf dem Müllberg landet.

In China wird dieses System einfach, ohne demokratische Umwege eingeführt. Bei uns sind die Hebel auch schon umgelegt, die demokratische Entscheidung wird herbeigeführt um die Demokratie durch eine digitale Autokratie zu ersetzen. Nur wenige werden das wirklich merken, da trotzdem noch Wahlen stattfinden die aber diese Bezeichnung wegen mangelnder Wahlmöglichkeiten nicht verdienen und Widerstand, auch berechtigter politischer, durch die Digitalisierung schon im Keim erstickt werden kann.

Huxleys "schöne neue Welt" ist doch nicht das was wir wollen, oder?

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1 Kommentar

  • […] den Überwachungsstaat anbelangt, schon nahezu auf dem Niveau von China. Bei der derzeit laufenden (Zwangs-)Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und womöglich noch mit der Abschaffung von Bargeld entsteht eine sehr […]

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